Innenstadt (ha). Über 70 Anwohner folgten einer Einladung der Stadt zum Infoabend über die geplanten Maßnahmen zur Erneuerung der Maastrichter Straße.
In der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Antwerpener Straße stellten sich die Leiterin der Planungsabteilung im Amt für Straßen- und Verkehrstechnik, Angela Stolte-Neumann, die Stadtraummanagerin im Dezernat Planen und Bauen, Caroline Wagner sowie der Repräsentant des Bauverwaltungsamtes, Mathias Kock, den Fragen der Bürger.
Nach einer Erläuterung der Vorhaben erhitzten sich die Gemüter schnell bei den Themen Verkehr und Natur. Durch die beabsichtige Reduktion der Parkplätze von 67 auf 50 Stück befürchten viele Anwohner eine Verschlechterung der Chancen auf einen Abstellplatz für ihren PKW. Durch die Verminderung könnten jedoch die Gehwege um rund 1,50 Meter verbreitert werden. Des Weiteren sahen zahlreiche Bürger die geplante Fällung von 13 Bäumen kritisch. Dies sei notwendig, um eine punktuelle Verengung der Fahrbahn und damit eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erreichen. Die bisherigen Pflanzen stünden zu nahe an den Hausfassaden, erläuterte Angela Stolte-Neumann die Gründe für die Abholzungen. Darüber hinaus seien die Lebensbedingungen für die Pflanzen in der jetzigen Konstellation schlecht. Auch die Optik der Straße würde durch den vorgesehenen Alleecharakter aufgewertet, so die Vertreterin des Amtes für Straßen- und Verkehrstechnik. Moderator Andreas Hupke musste in der Diskussion mehrmals zur Besonnenheit aufrufen. Die Kosten des Projekts werden teilweise über Straßenbaubeiträge auf die Grundstückseigentümer umgelegt. "Wir kalkulieren hier mit circa 30 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Hierin sind auch die Kosten für die Kanalsanierung mit eingeschlossen", teilte Mathias Kock vom Bauverwaltungsamt mit. Betroffen von den Zahlungen sind nach Aussagen der Stadtverwaltung rund 200 Wohnungseigentümer. Einhergehend mit den Aufwendungen sei jedoch eine Aufwertung der Objekte. Die Neugestaltung der Maastrichter Straße stellt eines der Ziele des städtebaulichen Masterplans dar. In der Sache sind weitere Informationsveranstaltungen geplant.


