Innenstadt (ha). Die Mitglieder der Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft beweisen Mut zu Visionen: Nach Abschluss der letzten Bauarbeiten auf dem Areal im Sommer/Herbst 2013 soll die Promenade nachhaltig zu vitalerem Leben erweckt werden.
In Kooperation mit der Agentur "facts and fiction"
wurden Projekte angedacht, die neue Maßstäbe auf dem
urbanen Unterhaltungssektor setzen könnten. "Das
Potenzial dieses Raums wird bisher nicht annähernd
ausgeschöpft. Dies wird sich ändern", kündigte
facts and fiction-Geschäftsführer Jörg
Krauthäuser an.
Neben den etablierten Sportveranstaltungen "Rund um
Köln" und dem internationalen Weitsprungwettbewerb
"Rheinspringen" sowie dem "Theaterbummel" und
"Rheinlesen" sollen die Besucher in den kommenden Jahren
zusätzlich mit Luftschiffspielen, Darbietungen auf einer
schwimmenden Bühne, Musikperformances auf den Kranhäusern
oder Private-Viewing verwöhnt werden. Unter dem Slogan
"Cologne Airship Games" verwandelt sich das Gelände
nach Vorstellung der Planer in eine Tribüne, auf der bis zu
sieben Luftschiffe über das Gewässer driften und an den
Poller Wiesen einen Parcours auf Wettkampfbasis absolvieren. Dass
es hoch hinaus geht, steht indes für die Kölner Band
"Erdmöbel" fest. Am 26. Mai spielen die Musiker ein
Konzert auf dem Dach des südlichsten der Kranhäuser. Der
Gig wird über eine am Gebäude befestigte XXL-Leinwand
für die Zuschauer am Boden übertragen. Als echte
Alternative zu den bedrückenden Massenversammlungen beim
öffentlichen Fußballschauen soll das "Private
Viewing" den Fans zur Europameisterschaftsendrunde 2012 eine
entspannte Atmosphäre im vertrauten Kreis ermöglichen.
Mit der Vermietung und Verlosung von Parzellen inklusive Wohnwagen,
Rollrasen, Picknick-Mobiliar und einem Fernseher stünde dem
Top-Sportereignis mit Rheinblick keine breite Schulter mehr im Weg.
Zahlreiche weitere Events aus den Bereichen Kultur, Sport und
Gastronomie sind von den Organisatoren vorgesehen, um die Besucher
ganzjährlich auf den Boulevard zu locken.
Bürgermeister Hans-Werner Bartsch (CDU) begrüßte die
Vorhaben der Initiatoren: "Der Rheinauhafen ist bisher ein
totes Veedel. Es wäre schön, wenn sich das
ändert", so der Stadtrepräsentant.



