Köln. Das hätten sich die "Macher" der Kneipensitzung auch nicht träumen lassen. Bereits zum dritten Mal war die Stammkneipe der Fidelen Zunftbrüder zum Bersten mit bunt kostümierten, gut gelaunten Jecken gefüllt, die alle gespannt auf die kommenden Ereignisse warteten.
Doch schon vor dem eigentlichen Beginn hielt Peter Esser, einer der Initiatoren und Moderator dieser Sitzung eine kleine Überraschung bereit. Die Zunft-Müüs hatten ein "Loch" nicht im Programm, sondern zwischen zwei Auftritten und hatten es sich nicht nehmen lassen, bei der Kneipensitzung ihrer Gesellschaft vorbeizuschauen. Und jetzt mussten Sie ran, da die Bühne zu klein und zu niedrig war, um zu tanzen, stimmten die 38 Müüs kurzerhand Ihr Müüs - Lied an. Das war so gut, dass man überlegte Sie nächstes Jahr vielleicht zusätzlich als Chor zu vermarkten. Endlich, endlich ging es dann los und zwar mit einem Ostermann-Potpourri und Reinhard und Dieter als "Vorsänger". Das Publikum, das fast ausschließlich aus "Wiederholungstätern" bestand, kannte das Procedere aus den vorangegangenen Sitzungen und sang aus vollen Kehlen mit.
Peter Esser bedankte sich am Schluss der Sitzung bei allen
helfenden Händen vor, auf und hinter der Bühne und ganz
besonders bei unserem Mitglied Jörg Plake, der jetzt zum
dritten Mal - und das ist nicht selbstverständlich - sein
Lokal für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.
Dafür erhielt er aus den Händen des Vizepräsidenten
eine gerahmte Speisenkarten aus dem Jahr 1972, die man beim
Aufräumen gefunden hatte.
Und was sagte das närrische Auditorium? Es war sich auch
diesmal wieder einig, diese Sitzung wird immer besser ohne den
gemütlich-familiären Charakter zu verlieren und muss auf
jeden Fall erhalten bleiben. Denn diese Ursprungform des
Kölsche Fasteleer darf auf keinen Fall verloren gehen.

