Rodenkirchen (sb). Zwei der neu gewählten Seniorenvertreter für den Stadtbezirk Rodenkirchen sind bereits "alte Hasen": Gabriele von Dombois (81) übernimmt das Ehrenamt beispielsweise zum zweiten Mal in Folge.
Die ehemalige Volksschullehrerin lebt seit 36 Jahren in
Rodenkirchen und ist mit dem Bezirk bestens vertraut. In der
jüngeren Vergangenheit war sie schon fünf Jahre als
Bezirksbürgermeisterin und fünf Jahre als
Stellvertreterin tätig. Soziales Engagement spielte in ihrem
Leben seit jeher eine große Rolle. Unter anderem arbeitete sie
ehrenamtlich in der Telefon seelsorge und dem Hospizdienst.
"Als Seniorenvertreterin will ich mich da einsetzen, wo Bedarf
besteht", erklärte sie. Vor allem die Beratung und der
persönliche Besuch sind ihr besonders wichtig.
Das zweite "erfahrene" Mitglied ist Eduard Mermagen (80).
Er engagiert sich schon seit zehn Jahren als Seniorenvertreter und
scheut auch eine dritte Amtszeit nicht. Der gebürtige
Kölner lebt seit fast 50 Jahren in Raderthal, seine
Spezialgebiete sind die Themen Verkehr, Sicherheit und
Stadtentwicklung. Vor allem mit dem Thema Verkehr hatte er
während seines Berufslebens als vereidigter Kfz-Gutachter viel
zu tun. Seine neuen Ziele als Seniorenvertreter seien teilweise die
alten, sagte er: "Ich arbeite zum Beispiel daran, dass die KVB
mehr Haltestellen einrichtet. Vor allem in den Randgebieten
müssen die Leute viel zu weit laufen."
Neu im Team ist Helene Nau (65). Sie lebt seit über 40 Jahren
im Kölner Süden, seit 1980 in Sürth. Seit anderthalb
Jahren genießt die ehemalige Grundschullehrerin ihren
Ruhestand. Als Schulleiterin hatte sie in Lindenthal - mit
großem Erfolg - ein generationsübergreifendes Projekt ins
Leben gerufen und einen regelmäßigen Kontakt und
Austausch zwischen ihren Grundschülern und den Bewohnern eines
Altenheims aufgebaut. "Die Generationen miteinander verbinden,
das würde ich im Bezirk Rodenkirchen gerne auf die Beine
stellen", beschrieb sie ihre Pläne.
Ebenfalls zum ersten Mal als Seniorenvertreter mit dabei ist der
promovierte Physiker Gerhard Haider (66). Er hat als Physiker und
EDV-Leiter gearbeitet, lebt seit 40 Jahren in Rondorf und ist seit
2010 im Ruhestand. Er möchte Ansprechpartner für die
Senioren sein und deren Interessen in der Lokalpolitik sowie bei
sozialen und kirchlichen Einrichtungen vertreten und durchsetzen.
Den Schwerpunkt seiner Arbeit sieht er in Rondorf und Umgebung:
"Hier will ich mich dafür engagieren, dass sich die
Verkehrslage im Ort entspannt." Des Weiteren möchte er
sich für spezielle Computer- und Internetkurse für
Senioren einsetzen. Die Fünfte im Bunde ist Christiane
Köhler (60). Sie lebt seit 15 Jahren in Köln, seit 2001
in Zollstock. Dort ist sie bereits im Interesse der Bürger
aktiv. Sie hat unter anderem den Aufbau eines Seniorennetzwerkes
unterstützt und eine Initiative gegen die Schließung der
Postfiliale ins Leben gerufen. Die promovierte
Sozialwissenschaftlerin war in verschiedenen Verbänden und
Verwaltungen tätig: "Als Seniorenvertreterin möchte
ich flexibel und offen sein und jeweils aktuelle Themen
aufgreifen."


