Köln. Er ist wieder da - der Biber! Rund hundert Jahre nach seiner Ausrottung in Deutschland ist der Nager durch Wiederansiedlung und konsequenten Artenschutz wieder in hiesigen Gefilden heimisch. Der Kölner Zoo bietet jetzt viele Aktionen, damit Besucher den Biber kennen lernen können.
Verbreitungsschwerpunkt der mittlerweile etwa 300 Tiere - Tendenz steigend - ist die Nordeifel. Hier schafft der Nager durch seine im Tierreich einzigartige Lebensweise und seine faszinierenden Bauwerke wild-romantische Naturlandschaften.
Seit rund sieben Jahren kümmert sich die Biologische Station Düren um die Biber, die vor 30 Jahren von der Landesforstverwaltung NRW wieder angesiedelt wurden. Jetzt hat sich das Team um Leiterin Heidrun Düssel-Siebert erfolgreich um das mit EU-Mitteln geförderte Projekt "Netzwerk Naturerlebnis Biber in der Nordeifel", beworben.
"Das ist ein Leuchtturmprojekt für NRW", beglückwünschte Dr. Martin Woike, Ministerialrat im NRW-Umweltministerium, das Team und bezeichnete die Nordeifel als das Zentrum für den Biber im Rheinland. Der Kölner Zoo ist Projektpartner der Biologische Station Düren und will, gemeinsam mit weiteren namhaften Partnern wie dem Rureifeltourismus e.V., dem Museum Alexander Koenig Bonn und der Internationalen Kunstakademie Heimbach, diesen einzigartigen Landschaftsgestalter in seinem natürlichen Lebensraum einer breiten Öffentlichkeit nahebringen und in Konfliktsituationen als erster Ansprechpartner fungieren.
Eine Biber-Hotline sorgt für Unterstützung, wenn zum Beispiel ein Biberdamm zu ungewollten Überschwemmungen von Gehwegen führt. Nicht nur der Mensch muss mit dem Biber leben, auch umgekehrt müssen Biber mit den problematischen "unnatürlichen" Situationen wie zum Beispiel Straßen und Schienenverkehr zurechtkommen, so Dr. Lutz Dalbeck, der das Projekt wissenschaftlich betreut.
Von Biberwanderungen bis zu Kunstwettbewerben - das neue Projekt
wartet mit zahlreichen interessanten Aktionen auf. Des Weiteren
soll die Nordeifel als "Biberland" positioniert und weit
über die Grenzen des Kreises Düren hinaus bekannt gemacht
werden. Alle beteiligten Organisationen sind an Maßnahmen
interessiert, die vorrangig der Biodiversität, dem Naturschutz
sowie dem regionalen, nachhaltigen Tourismus dienen.


