Weiß (ks). Die Session geht in die heisse Phase. Mit der Proklamation des Rodenkirchener Dreigestirns wurde die Macht im Stadtbezirk endgültig an das närrische Volk abgegeben.
Im randvollen Zelt auf dem Weißer Kirmesplatz wurde das
Trifolium im Rahmen der Kostümsitzung der Kapelle Jonge auf
den Thron gehoben.
Zunächst startete das Sitzungsprogramm, während sich die
drei Regenten im Foyer des Festzeltes auf den großen Moment
vorbereiteten. Hier schnell eine Zigarette, die Schminke der
Jungfrau wurde perfektioniert und der Prinz überlegte sich
noch einmal, welche Worte er zum närrischen Volk sprechen
würde. Dann war es endlich soweit. Nach dem Ausmarsch der
Wießer Funken war der Saal genau in der richtigen Stimmung, um
die Proklamation zu feiern. Mit weißen Taschentüchern
winkte das ganze Festzelt, als Prinz, Bauer und Jungfrau nach einem
halbstündigen Einmarsch mit dem ganzen Gefolge die Bühne
erreicht hatten. Vertreter aller dem Rodenkirchner Festkomitee
angeschlossenen Vereine sowie das Dreigestirn des Vorjahres hatten
sich auf der Bühne versammelt. Festkomitee-Präsident
Martin van Duiven gab zunächst das Wort an den
Vorjahresprinzen Rolf I., der sich mit einem herzlichen Dank an die
Karnevalisten verabschiedete. Dann machte er es kurz und knapp und
proklamierte die neuen Regenten, Prinz Hartmut I., Bauer Fritz und
Jungfrau Andrea als die neuen Herrscher im Stadtgebiet. Dazu
müssen sie natürlich auch die Verwaltung vom
Bezirksbürgermeister übernehmen: "Ich wollte Euch ja
nicht so einen alten Schuppen übergeben", spielte
Eberhard Petschel bei der Schlüsselübergabe auf die
endlosen Planungen für den Rathausneubau an. Mit einer kurzen
Rede an das Volk verabschiedete sich das Rodenkirchener Dreigestirn
aus dem Weißer Festzelt, um sich voll in die Session zu
stürzen.



