Köln. Der Kölner Maler Otto Nemitz ist am Morgen des 14. Januar im Alter von 76 Jahren verstorben. Nemitz wurde 1935 in Berlin geboren und lebte seit 1964 in Köln. Er war ein konkret-konstruktivistischer Künstler.
Otto Nemitz verfolgte in seinen Arbeiten die Verbindung von
Material, Licht, Schatten und Raum. Seit den späten 70er
Jahren arbeitete er raumbezogen und seit den 80er Jahren auch
sequenziell. Für den Konkret-Konstruktivismus waren die so
genannten Zeit-Häuser von besonderer Bedeutung, mit denen er
die Grenze zwischen Malerei und Skulptur erstmals aufhob.
Nemitz ist Träger des Rhein-Tiber-Preises von 1968.
Er wurde auch über den Kölner Raum hinaus bekannt und
stellte unter anderem in Australien, Finnland und Polen aus. 1992
fand in der städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch
Gladbach eine große Retrospektive statt.
Teile seiner Arbeiten befinden sich unter anderem im Besitz des
Kölner Museums Ludwig, der Kunsthalle Hamburg und dem
Wajang-Museum in Djakarta.
Im vergangenen Jahr wurde das Werk Otto Nemitz' in der
städtischen Galerie Villa Zanders in Bergisch Gladbach und dem
Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen (Rhein) im Rahmen zweier
großer Ausstellungen gewürdigt.

