Die Herren von Rot-Weiss Köln haben als erste Mannschaft die Endrunde um die Deutschen Hallen-Hockey-Meisterschaft erreicht. In eigener Halle bezwang die Mannschaft von Trainer Stefan Kermas 7. Januar TuS Lichterfelde mit 12:2 (6:1).
"Ich denke, wir haben den Gegner gut beherrscht, und der Sieg ist auch insgesamt verdient gewesen", stellte der Coach nach dem Viertelfinale fest. Köln trifft nun am 21. Januar im Halbfinale der Endrunde in Berlin auf den Sieger des Viertelfinals Mannheimer HC gegen Harvestehuder THC.
Den Torreigen des Ersten der Gruppe West gegen den Zweiten der
Gruppe Ost leitete Timo Wess bereits in der 3. Minute ein. Der
Nationalspieler verwertete eine Strafecke. Bis zur 22. Minute zogen
die Gastgeber auf 4:0 davon. "Wir haben sehr konzentriert
begonnen und das Niveau danach weitgehend gehalten", so
Kermas, der im ersten Durchgang nur eine kurze schwächere
Phase seiner Mannschaft gesehen hatte. Lichterfelde konnte diese
jedoch nicht nutzen. Die Kölner erzielten vielmehr zwei
weitere Treffer, bevor den Gästen nach einer von Felix
Polomski verwandelten Strafecke das erste Tor gelang.
Rot-Weiss Köln sorgte dann bis zur 40. Minute endgültig
mit drei Treffern zum zwischenzeitlichen 9:1 für klare
Verhältnisse. Zwar räumte Kermas auch hier ein, dass sein
Team zwischendurch einige schwächere Minuten hatte, aber am
klaren Erfolg änderte das nichts. Vielmehr hätte das
Resultat noch deutlicher ausfallen können. "Ich habe noch
drei oder vier hundertprozentige Chancen für uns
gezählt", so Kermas. Nun laute das Ziel, das gezeigte
Niveau zu halten und Deutscher Meister zu werden. "Aber
das", stellte der Trainer wohl nicht zu Unrecht fest,
"wollen schließlich alle."
Tore:
1:0 Timo Weß (KE, 3.)
2:0 Benjamin Weß (12.)
3:0 Joshua Delarber (20.)
4:0 Marcel Meurer (22.)
5:0 Benjamin Weß (23.)
6:0 Jan-Marco Montag (SM, 25.)
6:1 Felix Polomski (KE, 27.)
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7:1 Eike Bumb (KE, 31.)
8:1 Christoph Menke (34.)
9:1 Benjamin Weß (40.)
9:2 Uwe Barsch (SM, 48.)
10:2 Christoph Menke (55.)
11:2 Eike Bumb (58.)
12:2 Marcel Meurer (60.)
Ecken
RWK 4 (2) / TusL 4 (1)
Zuschauer:
600
Schiedsrichter:
Bachmann / Großmann-Brandis
Auch die Hockey-Frauen wissen zu überzeugen
In einem ganz engen Frauen-Viertelfinale schaffte auch Westmeister Rot-Weiss Köln am 7. Januar in eigener Halle gegen den Ost-Zweiten TuS Lichterfelde den Einzug in die Deutsche Endrunde am 21./22. Januar in Berlin. Dort trifft das Team von Trainer Markus Lonnes nun im Halbfinale auf den TSV Mannheim, den Deutschen Meister von 2010. Gegen Lichterfelde benötigten die Kölnerinnen jedoch die Verlängerung, um sich am Ende mit 4:2 (2:2; 0:2) durchzusetzen.
Markus Lonnes: "In der ersten Halbzeit standen wir
völlig neben uns, waren nervös und haben dadurch nicht
abrufen können, was wir zu spiel im Stande sind. In der
zweiten Hälfte stimmte die Körpersprache dann. Wir haben
geduldig auf unsere Chancen gewartet. In der Verlängerung
hatten wir dann mehr Körner, was sicher auch daran liegt, dass
wir den breiteren Kader haben und mehr durchwechseln konnten. Bei
der Endrunde ist jeder Gegner stark. Da schauen wir mal."
Die Gäste aus Berlin kauften den Kölnerinnen zu Beginn
der Partie den Schneid ab. Zwar war das Chancenverhältnis
recht ausgeglichen, aber die Hauptstädterinnen machten die
Tore. Hallen-Weltmeisterin Kerstin Holm sorgte nach zehn Minuten
für das 0:1 per Strafecke. Nach einer guten Viertelstunde
erhöhte Luisa Lanier auf 0:2. Köln kam zu keinem Treffer
in dieser Hälfte.
Nach dem Wechsel konnte zwar Pia Eidmann einen Siebenmeter nicht
verwerten, der neben das Tor ging (32.), aber Franzisca Hauke
erzielte recht bald das 1:2. Köln wartete danach allerdings
lange auf den Ausgleich. Während die Hausherren gegen Ende
Chancen im Minutentakt hatten, mussten sich die Gäste
darüber ärgern, dass von zehn Ecken am Ende nur die eine
von Holm saß. So reichte das Tor von Steffi Schneider in der
57. Minute, um Köln in die Verlängerung zu bringen.
Dort gelang erneut Hauke früh das 3:2. Lichterfelde
kämpfte sich noch einmal zurück in die Partie, nahm auch
in der zweiten Hälfte der Verlängerung die Torfrau zu
Gunsten einer sechsten Feldspielerin vom Platz, aber konnte einfach
keinen weiteren Treffer mehr folgen lassen. Das 4:2 von Schneider
in der Schlussminute der Extra-Time brachte schließlich die
endgültige Entscheidung.
Tore:
0:1 Kerstin Holm (KE, 10.)
0:2 Luisa Lanier (18.)
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1:2 Franzisca Hauke (34.)
2:2 Stefanie Schneider (57.)
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3:2 Franziska Hauke (62.)
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4:2 Stefanie Scneider (75.)
Ecken:
RWK 3 (keine Tore) / TuSLi 10 (1 Tor)
Zuschauer:
500
Schiedsrichter:
N.Giannouli / A.Gerl

