Köln. (HHK) Uwe Krupps letzter Satz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel der Kölner Haie einen die Icetigers aus Nürnberg verhieß seinen Spielern nichts Gutes für die kommenden Tage.
"Wir werden die beiden nächsten Tage vor dem Spiel
gegen Hannover damit verbringen, unsere Beine und unsere
Arbeitseinstellung wiederzufinden." Der Chefcoach der Haie war
mächtig sauer auf sein Team, dass gegen den Tabellenletzten 60
Minuten lang nie zu einer akzeptablen Linie fand, zwar 46mal auf
das von Patrick Ehelechner gut gehütete Nürnberger Tor
schoss, aber nur wenige dieser Schüsse waren auch wirklich
gefährlich.
Am Ende der 50 emotionslosen Minuten stand es 1:4 gegen den
Tabellenletzten, hinter deren Spielerbank mit Peter Draisaitl
(Cheftrainer) du Herbert Hohnberger zwei ehemalige KEC-Spieler
coachten.
Für die Haie begann das Spiel mit einer Strafzeitenflut:
schon nach 4:26 Minuten hatten sich zehn Strafminuten angesammelt.
Tore fielen aber erst, als beide Teams wieder komplett auf dem Eis
standen. Das Führungstor der Gäste glich Kapitän
John Tripp nach schöner Vorarbeit von Felix Schütz in der
14. Minute aus. Im zweiten Drittel schi8en es nur eine Frage der
Zeit zu sein, wann die Gastgeber ihre spielerische
Überlegenheit auch in eine Führung umsetzen würden.
Doch es kam anders. Eine Unaufmerksamkeit der Haie-Abwehr nutzten
die Gäste zum 1:2; Torschütze war wie beim 0:1 der
ehemalige Nationalspieler Sven Butenschön.
Das erwartete große Aufbäumen der Haie blieb im
Schlussdrittel aus. In keiner Sekunde kam bei den 8.561 Besuchern
der Eindruck auf, dass die Gastgeber das Ergebnis noch wenden
könnten. Tatsächlich kam es noch schlimmer für den
KEC. Einen Scheibenverlust in der Kölner Abwehrzine bestraften
die Icetigers durch das 3:1 von Yan Stastny. Vitalij Aab verfehlte
nur knapp das vierte Tor der Gäste, das dann aber der bis
dahin kaum aufgefallene Jamie Pollock mit einem Schuss von der
blauen Linie erzielte.
Das war in der 54. Minute die letzte nennenswert6e Aktion in
einem Spiel, das viele Kölner Fans schon einige Minuten vor
der Schlusssirene aus der Halle trieb.
Kommentar von Trainer Uwe Krupp: Wir waren heute nicht gut genug.
Wir haben nicht gut gearbeitet und keine Laufbereitschaft gezeigt.
Mit dem Ergebnis können wir nach diesem 3. Drittel noch
zufrieden sein. Wenn wir den ein fachen Weg wählen, werde wir
dafür bestraft. Das war ein bitterer Punktverlust. Wir werden
die beiden nächsten Tage vor dem Spiel gegen Hannover damit
verbringen, unsere Beine und unsere Arbeitseinstellung
wiederzufinden."
Drei Tage vorher hatten die Haie auch bei den Iserlohn eine
Niederlage kassiert und waren dabei Opfer vieler Strafminuten und
eines schlechten Unterzahlspiels geworden. Alle sechs Gegentore bei
der 4:6-Niedreage fielen, während die Haie einen Spieler
weniger auf dem Eis hatten als die Sauerländer.
Dabei hatte das Spiel aus Kölner Sicht durchaus gut begonnen: im ersten Drittel waren sie durch Matt Pettinger und Alexander Wei0ß zweimal in Führung gegangen. Doch als dann die Gastgeber durch konsequentes Powerplay das Spiel an sich gerissen hatten, liefen die Haie permanent einem Rückstand hinterher. Sie kamen zwar auf 3:4 (Gogulla) und 4:5 (Jaspers) heran, und versuchten, in der Schlussphase durch einen zusätzlichen Feldspieler statt des Torhüters wenigstens einen Punkt zu retten. Doch der Versuch scheiterte und Iserlohns Stürmer Michael Hackert traf in der Schlussminute zum entscheidenden 6:4.
Statistik:
30.12.2011: Iserlohn Roosters - Kölner Haie 6:4 (1:2, 2:0,
3:2)
Tore für Köln: Matt Pettinger, Alexander Weiß,
Philip Gogulla, Jason Jaspers
3.01.2012 Kölner Haie - Thomas Sabo Icetigers 1:4 (1:1,
0:1, 0:2)
Tor für Köln: John Tripp


