Kitas, das Parken und mehr

Themen, die den Stadtbezirk Rodenkirchen 2011 prägten und weiter beschäftigen werden

Rodenkirchen (sb). Viele Themen beschäftigten die Bürger und die Lokalpolitik im letzten Jahr, unter anderem die Umgestaltung der Rodenkirchener Kreuzung Barbarastraße/Haupt­stra­ße: Der Minikreisel kommt. 

Für den Bahnhofvor­plat­z in Sürth wünschen sich die Bürger und die Bezirksvertreter einen Platz, der sich als Treffpunkt eignet. Das neue ­Park­raumkonzept, das die Stadt im Rodenkirchener Zentrum einführen will, unterstützten die Grünen und die SPD-Fraktion, CDU und FDP lehnten es ab. Hohe Wellen schlug im Sommer die Bürgerbefragung zum Ausbau des Godorfer Hafens. Alle Lokalpolitiker bedauerten die gerin­ge ­Beteili­gung an der Umfra­ge. Im ­Okto­ber sorgte das neue Bäder­konzept für Aufregung: Das Hallenbad Rodenkirchen bleibt zwar erhalten, soll aber - ­gegen den Willen der Bezirks­vertreter - nach der Sanierung an den Wochenenden geschlos­sen bleiben. Ein Hauptthema war 2011 der Mangel an Kita-Plätzen und an Plätzen in weiterführenden ­Schulen. ­Zum Jahresende zeigten sich die Bezirks­vertreter und die Weißer Dorfgemeinschaft enttäuscht über die Entscheidung der Stadt gegen ein Kolumbarium in der ­alten Weißer ­Trauer­halle. ­Zudem beschäftigten Themen wie eine längere abendliche Beleuchtung im Vorgebirgspark, die Diskussion über ­einen Tunnel an der ­Rhein­uferstraße, der geeignete ­Stand­ort für die am Bonner Verteiler geplante Park&Ride-Anlage oder auch die Sicherheit im Verkehr die Bezirksvertreter 2011.
Und manche dieser Themen werden auch 2012 den Stadtbezirk beschäftigen, zum Beispiel die Kita-Plätze. Laut einer Prognose der Stadt werden ab 2013 über 900 Betreuungsplätze für Kinder unter sechs Jahren fehlen. Diese sollen durch den Bau neuer Kitas, zusätzliche ­Tagesmütter und die maxi­male Belegung vorhandener ­Kita-Gruppen entstehen. Für 2012 hat die Stadt bereits eine mobile Kita auf dem Sürther Feld zuge­sagt, in den Folgejahren sollen fünf dauerhafte Kitas entste­hen. Eltern und Bezirksvertreter werden die Fortschritte kritisch beobachten. Und auch am Projekt einer neuen weiterfüh­renden Schule werden sie arbeiten, ­damit Schü­ler aus dem Kölner Süden nicht mehr bis nach Sülz oder Klettenberg fahren müssen.
Das Entwicklungskonzept Südliche Innenstadt-Erweiterung (ESIE), also die Gestaltung des Gebie­tes südlich des inner­städtischen Eisenbahnrings vom Rhein im Osten bis zum ­Hönin­ger Weg im ­Wes­ten wird 2012 ebenfalls eine große ­Rolle spielen. Im Süden reicht das ­etwa 100 Hektar große ­Gelände bis zur Schönhauser Straße, Marktstraße, zum Bischofsweg und Am Vorgebirgstor in Zollstock. Hier ist die Fortführung des ­Inneren Grüngürtels bis zum Rhein geplant. Das mit 1.700 Einwohnern wenig bevölkerte Areal soll auch als Gelände für die Bundesgartenschau 2025 dienen, um deren Ausrichtung sich die Stadt bewirbt. Die Roden­kirchener Bezirksvertreter wollen ­gemein­sam mit ­denen der Innenstadt einen Arbeitskreis bilden, die Öffentlichkeit am Konzept beteiligen und Einfluss auf die Gestaltung des Ge­ländes nehmen. Und nachdem die Landes­regierung entschieden hat, dass die Fachhochschule nicht auf das Gelände der ehemaligen Dombrauerei in Bayenthal ziehen soll, ist ­dieses Gebiet als Standort für ­eine neue Gesamtschule im Gespräch. Auch um den Erhalt des Natur­erlebnisgartens "Finkens Garten" wird man sich bemü­hen. Jahrelang wurde die ökoso­ziale Einrichtung von einem Ehrenamtler geleitet. Nachdem dieser sich aus Altersgründen zurückgezogen hat, wollen die Bezirks­vertreter die Finanzierung einer Arbeitsstelle erreichen. Des Weiteren wird man sich mit der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs befassen, so auch mit der Anbindung ­Mesche­nichs an Hürth-Kalscheuren. Zudem steht für die Bezirks­vertre­ter 2012 das eigene ­"Zuhau­se" im Fokus: Angesichts der leeren städtischen Kassen geht man aber davon aus, dass der Bau ­eines neuen Bezirksrathauses, den der Rat der Stadt im Herbst ­beschlossen hat, vorerst in den Hintergrund rückt. Zudem werden die Ortsumgehungs­straße in Meschenich, die Sicherheit für Radfahrer am ­Höninger Weg in Zollstock, der lange erwarte­te Spielplatz im Fritz-Enke-Park, der Standort der Park&Ride­-­Anlage am Bonner Verteiler, die finanzielle Sicherstellung der ­Jugend­zentren im Bezirk sowie der Bau eines Sportplatzes in Rondorf den Stadtbezirk prägen.

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