75 Jahre Eishockey

TV-Live-Bericht aus der Lentstraße, aber ohne Kölner Team

Köln (hhk). Schwierig gestaltete sich für den Kölner EK die Saison 1950/51. Denn einige Spieler beendeten ihre ­Karriere, andere wechselten zu benachbarten Clubs. Die verbleibenden Akteure hatten dann zudem mit erheblichen Problemen beim Trainings- und Spielbetrieb zu kämpfen. 

So stand man schließlich schon früh als Absteiger aus der Oberliga fest. Für die Spieler ging es aber noch auf eine Freundschaftsspieltour nach Bayern - wovon eine Zeichnung aus dem ­Gäs­te­buch des TEV Miesbach überliefert ist (Foto).
Besser sah in dieser Zeit die Jugendarbeit des KEK aus, denn die Jugendmannschaft wurde Dritter der Deutschen Meisterschaft. Es brauchte aber noch einige Jahre, bis die jungen Spieler reif für den ­Senioren-Spielbetrieb waren. In den kommenden Jahren meldete der KEK daher zunächst ­keine Seniorenmannschaft.
Dass aber weiterhin Eishockey an der Lentstraße gespielt wurde, war dem Team von Preußen Krefeld zu verdanken. Das bestritt ab 1951 mehrere Freundschaftsspiele in Köln und ­sorgte dabei für volle Ränge. Als sich die Preußen in Krefeld mit dem Hallenbesitzer überwarfen, ­zogen sie zur Saison 1952/53 auch für die Ligaspiele nach Köln.
Dem Wechsel der Preußen an die Lentstraße war es auch zu verdanken, dass das Kölner Eisstadion am 9. Januar 1953 ­eine sporthistorische Premiere erlebte: die erste Live-Übertragung einer Sportveranstaltung im deutschen Fernsehen. Das Spiel gegen den VfL Bad Nauheim gewannen die Preußen 4:3. Und das Siegtor erzielte passenderweise ein ­Kölner: Otto Brandenburg.

Letzte Änderung: Freitag, 30.12.2011 13:05 Uhr

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