Schluss mit dem "Fußballacker"

Sportplatz in Weiß soll saniert werden

Weiß (sb). Als "Katastrophen­acker" bezeichnete vor einigen Jahren Heinz-Peter Kläs, der 1. Vorsitzende des TSV Weiß 1919, den Sportplatz "Am Damm". Der Verein, der die Sportanlage von der Stadt anmietet, beklagte seit Jahren den schlechten Zustand.

Grund sind die unterschiedlichen Belagarten des Platzes: in der Mitte Asche, am Rand ­Rasen. Ständig entstehen Unebenheiten, die ein erhöhtes Unfallrisiko zur Folge haben. Spieler knicken hier schnell um und verletzen sich. Zudem steht der Platz bei Regen rasch unter Wasser, während es im Sommer fürch­terlich staubt, da die Sprink­leranlage nicht mehr richtig funktioniert.
"Mehrfach waren bei uns Gegner zu Gast, die gar nicht bei uns spielen wollten", erzählt Heinz-Peter Kläs. "Nicht selten haben wir gehört: 'Der TSV Weiß ist doch der Verein mit diesem schlechten Platz', da hat man sich schon geschämt." Deshalb kämpft der Verein seit vier Jahren für eine Sanierung des Platzes. Briefe und Anträge gingen hin und her, und es gab ­Orts­termine mit der Verwaltung. Den schlechten Zustand des Platzes erkannten alle an, dennoch dauerte es, bis dem Verein eine umfangreiche Sanierung zugesagt wurde. Und diese hat die Stadtverwaltung nun auch beschlossen: Der Sportplatz soll eine neue, einheitliche Tennendecke (Aschedecke) erhalten. Außerdem sollen die vorhandenen Entwässerungsrinnen instandgesetzt und an den zwei Längsseiten des Platzes jeweils ein ­Hydrant zur Bewässerung ins­tal­liert werden. "Damit sind wir sehr zufrieden", erklärte Kläs. Eigentlich hatte er für die Anlage einen Kunstrasen gefordert. Der wurde aber abgelehnt, da sich die Sportanlage im hochwassergefährdeten Gebiet befindet. Bei Hochwasser könne durch aufsteigendes Grundwasser ein Kunstrasenbelag Schaden nehmen, hieß von Seiten der Verwaltung. Wann die Sanierungsarbeiten beginnen, konnte Dieter Sanden, Leiter des Sportamtes der Stadt Köln, nicht sagen. Man werde das Projekt aber zügig bearbeiten, so Sanden, da der Sportassschuss aufgrund der Unfallgefahr eine Dringlichkeit festgestellt hat. Heinz-Peter Kläs geht davon aus, dass der neue Platz im ­nächs­ten Herbst fertig sein wird.
Die Sportanlage "Am Damm" wurde 1960 erbaut, 1993 wurden die Randbereiche des Platzes in Sportrasenflächen umge­wandelt, um die Anwohner im Sommer vor dem Staub des Asche­platzes zu schützen. Der TSV Weiß 1991 hat rund tausend Mitglieder, 14 Jugend-, drei ­Senioren- und eine Altherrenmannschaft.

Letzte Änderung: Freitag, 23.12.2011 13:36 Uhr

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