Mülheim (vh). Es ist eine wahre Begebenheit, die die junge Autorin Nina Schmitz zu ihrem ersten Buch inspirierte: "Alles was Sie in dem Buch lesen können, ist so passiert. Das macht es für mich so besonders." Dabei war ein Buch über Repas Geschichte zunächst gar nicht geplant.
"Ich hatte nicht vor, ein Buch zu schreiben als ich Repa
begegnete. Ich habe sie als angebliches 'Wildpferd'
gekauft. Mich faszinierte die Arbeit mit solchen Tieren schon seit
Jahren. Eigentlich wollte ich sie als Reitpferd für mich
ausbilden." Doch dann kam alles anders. Schnell stellte sich
heraus, dass die Stute nicht wild, sondern traumatisiert war. Von
Menschenhand gequält.
"Mit 'wilden' Pferden, die nichts kannten, hatte ich
schon gearbeitet. Aber damit hatte Repas Verhalten nicht viel
gemeinsam. Die Situation, die sich mir da bot, war für mich
völlig neu. Hätte ich das vorher gewusst, ich hätte
Repa nie zu mir geholt." Doch die junge Pferdefrau stellte
sich der Herausforderung. Ein Glück für die
verstörte Stute. Um die neuen Erfahrungen besser festhalten zu
können, fing die Mülheimerin an eine Art Tagebuch zu
führen und dokumentierte so ganz detailliert Repas
Entwicklung. "Es war ein ständiges Auf und Ab. Ich bin
oft verzweifelt, war oft kurz davor aufzugeben, alles
hinzuschmeißen. Es hat ewig gedauert, bis ich sie anfassen
konnte. Stück für Stück konnte ich mir dann ihre
Geschichte wie ein Puzzle zusammensetzen. Ihr Verhalten, ihre
Wunden, das alte gammelige Halfter, das fast schon eingewachsen
schien? ihre Geschichte vor unserem Treffen war geprägt von
Angst und Gewalt wie es schien. Repa hatte mit den Menschen
abgeschlossen und zeigte mir das auch immer wieder sehr
deutlich." Umso erstaunlicher ist der Werdegang der Beiden,
den das Buch so wunderbar einfühlsam beschreibt. Fortschritte
und Rückschritte, Tränen und Freude - eine
mitreißende Geschichte auch für Nicht-Pferdefreunde.
Wie kam es nun zu diesem Buch? "Ich habe einen Teil des
Tagebuches im Internet veröffentlicht. Die Resonanz war
überwältigend. Immer wieder bekam ich zu hören ich
solle doch ein Buch darüber schreiben. Also habe ich einfach
mein Tagebuch als Grundlage genommen. Ich hoffe, ich kann Menschen,
die mit solchen Tieren arbeiten, mit meinem Buch etwas Mut
machen."
Ihr Erstlingswerk hat die junge Mülheimer Bürgerin auf
den Geschmack gebracht. "Ich sitze bereits an einem weiteren
Buch. Diesmal jedoch ganz frei erfunden und etwas umfangreicher.
Nur den Pferden, denen bin ich treu geblieben."
Repas Geschichte kann man im Onlineversand und in jeder deutschen
Buchhandlung bestellen (ISBN 9783842380455).


